Bei der Generalversammlung der Vorarlberger Eigentümervereinigung im vergangenen Monat wurde die Vorarlberger Leerstandsstudie präsentiert. Leerstandstudienautor Dr. Wolfgang Amann vom Institut für Bauen, Wohnen und Immobilien (IIBW), Mag. Günther Ammann (Obmann der Fachgruppe der Vermögens- und Immobilientreuhänder), Landesvolksanwalt Mag. Florian Bachmayr-Heyda und VEV-Präsident RA Dr. Markus Hagen diskutierten das Thema „Maßnahmen und Rezepte für nachhaltiges und leistbares Wohnen in Vorarlberg“.

8500 leere Wohnungen

Die Zahlen überraschten viele, denn entgegen den zahlreichen Schätzungen im Vorfeld – die Rede war von bis zu 15.000 Wohnungen – stehen tatsächlich rund 8500 Wohnungen leer, wovon aber „nur“ rund 2000 sofort bezugsfähig wären. Die Studie erhob aber nicht nur die Zahlen zum Leerstand, sondern auch die Motive, warum Eigentümer Wohnraum leer stehen lassen. Es zeichnete sich hier ein eindeutiges Ergebnis ab: Das Mietrechtsgesetz sei zu kompliziert. So ist es zum Beispiel ein großes Problem für Vermieterinnen und Vermieter, dass eine Kündigung wegen Eigenbedarf so gut wie unmöglich – und das Gesetz insgesamt nicht mehr zeitgemäß ist. In diesem Zusammenhang wurde dann das von der VEV angestoßene und auch bisher mitgetragene Projekt „Sicher Vermieten“ als ein guter Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Zahlreiche Publikumsfragen zu den kommenden Gesetzesnovellen – Raumplanungsgesetz und Grundverkehrsgesetz – zeigten, welche Sorgen Eigentümer in Sachen Rückwidmungs- und Abgabendiskussion haben. VEV-Präsident Hagen bekräftigte: „Wir werden mit Augenmaß die vorgeschlagenen Regelungen prüfen und Enteignungswünsche jeder Art massiv bekämpfen!“

Weitere Informationen auf www.vev.or.at